Höhere Beiträge: Pflegeversicherung bildet Rekordrücklagen

Die Rücklagen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind im vergangenen Jahr auf rund 6,2 Milliarden Euro angestiegen. Grund für den deutlichen Anstieg der Einnahmen sind die gute Lage am Arbeitsmarkt und die gestiegenen Löhne.

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Die Rücklagen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind im vergangenen Jahr auf rund 6,2 Milliarden Euro angestiegen. Ihre Einnahmen von knapp 25 Milliarden Euro lagen rund 630 Millionen Euro über ihren Ausgaben, so das Bundesgesundheitsministerium.

Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen der Pflegeversicherungen um 8,5 Prozent, ihre Ausgaben hingegen nur um 6 Prozent. Grund für die höheren Einnahmen sind die gute Lage am Arbeitsmarkt und die gestiegenen Löhne.

Zudem erhöhte sich der Pflegebeitrag zum 1. Januar 2013 um 0,1 Prozentpunkte. So wollte die schwarz-gelbe Regierung geringfügige Leistungsverbesserungen finanzieren. Insgesamt stiegen die Rücklagen der Pflegeversicherungen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 600.000 Euro.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sprach von einem erfreulichen Ergebnis für Pflegebedürftige und Beitragszahler. Mit den Rücklagen müsse aber sorgsam umgegangen werden, da die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren steigen werde.

Zudem plant Gröhe Leistungsverbesserungen insbesondere für Demenzkranke im Umfang von fünf Milliarden Euro. Dazu plant die Große Koalition weitere Beitragserhöhungen von insgesamt 0,5 Prozentpunkten.

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