Himbeere ist ein Geheimtipp in der Krebs-Prävention

Die Himbeere bietet eine bessere Unterstützung bei Erkrankungen, als bislang angenommen. Die Frucht gilt zwar seit jeher nicht nur als süße Erfrischung, sondern auch als leistungsstarkes Lebensmittel. Jetzt ist aber bekannt: Sie hat einen geradezu durchschlagenden Einfluss auf Krebszellen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
Der Genuss von Himbeeren soll den Körper fit und leistungsstark machen. (Foto: Flickr/Himbeer-Experimente by Anoymous Account CC BY 2.0)

Der Genuss von Himbeeren soll den Körper fit und leistungsstark machen. (Foto: Flickr/Himbeer-Experimente by Anoymous Account CC BY 2.0)

Die Himbeere ist reich an wertvollen Inhaltststoffen, die in der Alternativmedizin von großer Bedeutung sind. Gleich eine ganze Reihe sekundärer Pflanzenstoffe schützen nicht nur die zelluläre Gesundheit, sondern regulieren auch Enzyme, die Entzündungen auslösen. Das Rosengewächs hilft das Risiko von chronischen Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Von besonderem Interesse ist die so genannte Ellagsäure. Ein Polyphenol, das bemerkenswerte entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. „Die Anti-Krebs-Vorteile der Himbeere wurden lange auf ihre antioxidativen und entzündungshemmenden sekundären Pflanzenstoffe zurückgeführt. In Tierstudien mit Brust-, Gebärmutterhals-, Darm-, Speiseröhren- und Prostatakrebs haben die sekundären Pflanzenstoffe der Himbeere gezeigt, dass sie eine wichtige Rolle bei der Senkung oxidativen Stresses, bei der Verringerung von Entzündungen und bei der Entwicklung oder Reproduktion von Krebszellen spielen“, so die George Mateijan Foundation. Doch neuere Forschungen auf diesem Gebiet hätten gezeigt: Der Nutzen der Himbeere gegen Krebs geht weit über antioxidative und entzündungshemmende Aspekte hinaus.

Offenbar sind die sekundären Pflanzenstoffe in Himbeeren auch in der Lage, die Signale, die zu möglichen oder vorhandenen Krebszellen gesendet werden, zu verändern. Gibt es Krebszellen im Körper, können sekundäre Pflanzenstoffe wie in Himbeeren vorkommende Ellagtannine Krebszellen verringern. Diese werden schlicht ausgetrickst: Ihnen wird das Signal übermittelt, Teil eines programmierte Zelltodes (Apoptose) zu sein.

Doch nicht alle Himbeeren sind gleich. Eine im „Journal of Food Composition and Analysis“ veröffentlichte Studie weist darauf hin: Bestimmte Sorten weisen eine „auffallend andere Phytochemie und biologischen Aktivitäten“ auf. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Extrakte der Rubus Jamaicensis das „größte Potential haben, das Krebszellwachstum zu hemmen“. Demnach sei das Wachstum von Darm-, Brust-, Lungen-, Magen-Tumorzellen um 50, 24, 54 und 37 Prozent gehemmt worden.

Zuträglich scheint die Frucht auch auf einem anderen Gebiet. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die natürliche phenolische Verbindung in roten Himbeeren das Potenzial hat, bei der Verringerung von Übergewicht zu helfen. So fütterte das Nutrition & Functional Food Research Team im koreanischen Seoul Raspberry Ketone (RK) an männliche Mäuse. Das Ergebnis: Der Stoff hemmte die Gewichtszunahme trotz fetthaltiger Diät. Das Team glaubt, dass der Erfolg der Himbeerketone auf einer erhöhten Ausschüttung von Adiponectin beruht. Das ist ein Hormon, das hilft, die Fettablagerung zu blockieren. Das Team glaubt an einen vielversprechenden Einsatz der Himbeere als Kräutermedizin. Immerhin tragen ihre biologischen Aktivitäten zur Veränderung des Fettstoffwechsels bei.

Doch nicht nur auf die Sorte, auch auf die Reife der Frucht kommt es an. Wie im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlichte Ergebnisse aufzeigen, haben rote Himbeeren den höchsten ORAC-Wert bei Vollreife. Dieser zeigt die antioxidative Fähigkeit oder Kapazität von Naturstoffen auf. Generell steigt der Anthocyan-Pegel, also der Farbstoff-Pegel, aller Sorten mit fortgeschrittener Reife.

Schon in der Antike und im Mittelalter war die Himbeere als Heilpflanze bekannt. Ihre entzündungshemmende, blutreinigende, beruhigende, fiebersenkende, harn- und schweißtreibende Wirkung wird früh beschrieben. Verabreicht wird die Frucht roh, gekocht, als Tee, aber auch als Tinktur oder Bad. Auch ihre Blätter kommen zum Einsatz. Die wissenschaftliche Wirksamkeit ist in vielen Fällen jedoch umstritten.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*