Vitamin D-Mangel macht dick

Ist der Vitamin D-Spiegel im Blut zu niedrig, kann das den Diäterfolg in Gefahr bringen. Forscher aus den USA konnten jetzt einen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Niveau und Gewichtsreduktion herstellen. Wie der Mechanismus aber genau wirkt, muss noch untersucht werden.

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Ordentlich Gewicht zu verlieren, ist komplizierter, als oftmals angenommen. (Foto: Flickr/ Start diet today byAlan Cleaver CC BY 2.0)

Ordentlich Gewicht zu verlieren, ist komplizierter, als oftmals angenommen. (Foto: Flickr/ Start diet today byAlan Cleaver CC BY 2.0)

Mehr Kalorien verbrennen, als man verbraucht: Diese wohl einfachste Formel zur Gewichtsreduktion ist schon lange obsolet. Mittlerweile ist klar, für überschüssige Pfunde sind eine Reihe von Faktoren verantwortlich. Eine aktuelle Untersuchung zeigt jetzt auf, welcher Wert für einen Diäterfolg unbedingt im Auge behalten werden sollte. Denn: Auch ein Vitamin-D-Mangel führt zu Gewichtszunahme.

In einer aktuellen Studie wurden insgesamt 218 übergewichtige Frauen zwischen 50 und 75 Jahren in verschiedenen Testgruppen untersucht. Neben einer täglichen Zufuhr der Vitamin-D-Vorstufe 25-Hydroxycholecalciferol erhielten die Damen von den sieben Forschern aus Seattle eine kalorienreduzierte Kost. Dazu wurde eine moderate bis intensive Aerobic-Aktivität von 225 Minuten pro Woche angeordnet.

Ihre im American Journal of Clinical Nutrition (AJCN) veröffentlichten Studienergebnisse zeigen: Frauen, deren Vitamin D-Spiegel im Blut durch Zugabe während der Diät und des Trainingsprogramms ein gesundes Niveau erreichte, verloren mehr Gewicht als jene, deren Werte nicht einem normalen Niveau entsprachen.

Bisher war bekannt, dass sowohl die Genetik, das Geschlecht, das Alter, die Hormone, Stress, Belastung durch Giftstoffe und viele andere gesundheitlichen Aspekte beim Abnehmen eine Rolle spielen. Auch soziale und ökologische Faktoren sind nicht außer Acht zu lassen. Die Verbindung zwischen Vitamin D und Gewichtsverlust ist bislang jedoch nicht abschließend geklärt.

Ähnliche Ergebnisse wie die aus Seattle gibt es jedoch bereits. So vermuteten schon 2009 Forscher von der Universität von Minnesota, dass die Zufuhr von Vitamin D während einer kalorienreduzierten Diät den Gewichtsverlust vergrößert. Sie stellten fest: Die Vitaminwerte vor Beginn der Diät stehen im linearen Zusammenhang zum Abnehmerfolg. Je höher also der Vitaminspiegel vor der Diät, desto größer war auch der erzielte Gewichtsverlust. Damals wiesen die Wissenschaftler um Studienleiter Shalamar Sibley aber darauf hin, dass noch herauszufinden sei, ob ein Plus an Vitamin-D den Diäterfolg tatsächlich unterstützt.

Angekurbelt werden kann der Vitamin D-Spiegel aber nicht nur per Spritze, sondern auch durch die gezielte Auswahl bestimmter Nahrungsmittel. World’s Healthiest Foods zufolge sind vor allem fetter Fisch wie Kabeljau, Thunfisch, Makrele und Lachs gute Vitamin D-Lieferanten. Auch Kuhmilch und Eier sind entsprechend wertvolle Lebensmittel. Ebenso wie einige Pilze, vor allem wenn sie ultraviolettem Licht ausgesetzt wurden. Obendrein hilft das Sonnenlicht der Haut Vitamin D zu produzieren.

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