Tückischer Zusammenhang: Fast Food und schlechter Lebensstil schlagen aufs Gemüt

Fast Food und Fertig-Backwaren können bei übermäßigem Genuss negative Auswirkungen auf den Körper haben. Um die Zunahme in der Taille ging es den spanischen Forschern aber nicht. Ihre Studie zeigt, dass industriell verarbeitete Produkte in Kombination mit bestimmten Lebensumständen Auswirkungen auf die geistige Gesundheit haben können.

Ihren XING-Kontakten zeigen
Je mehr Fast Food die Probanden verzehrten, desto größer auch das Risiko von Depressionen. (Foto: Flickr/#118 Pizza by Mikael Miettinen CC BY 2.0)

Je mehr Fast Food die Probanden verzehrten, desto größer auch das Risiko von Depressionen. (Foto: Flickr/#118 Pizza by Mikael Miettinen CC BY 2.0)

Um psychisch gesund zu bleiben, lohnt es, die Kombination aus eigenen Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil genau unter die Lupe zu nehmen. Denn spanischen Forschern ist die Herstellung einer „Dosis-Wirkung-Beziehung“ zwischen industriell gefertigten Backwaren, Fast Food und Depressionen gelungen. Um das psychische Wohlbefinden zu erhalten, ist Mäßigung angeraten.

Das Fazit der Forscher von der Universität von Las Palmas und der Universität von Granada in Spanien: Der Konsum von Fast Food und Handelsbackwaren kann eine nachteilige Wirkung auf das Depressions-Risiko haben.

Die in der Zeitschrift Public Health Nutrition veröffentlichte Studie legt dar, dass der Verzehr industriell gefertigter Produkte, wie Fertig-Brownies oder Tiefkühl-Pizza in Einklang mit Rauchen, Bewegungsmangel oder auch hoher Arbeitsbelastung die mentale Gesundheit beeinträchtigen kann. Konkret konnten die Spanier darlegen: Die Konsumenten von Fast Food wiesen im Vergleich zu jenen, die wenig oder gar keine Produkte dieser Art zu sich nahmen, ein 51 Prozent höheres Risiko auf Depressionen zu entwickeln.

Insgesamt bezogen die Wissenschaftler 8964 Probanden, die nie Depression hatten oder Antidepressiva einnahmen, in ihre Studie ein. Jene, die am meisten Fast Food und Fertiggebäck konsumierten, legten auch einen entsprechenden Lebenswandel an den Tag. Sie waren eher Single, weniger aktiv und hatten schlechte Ernährungsgewohnheiten. Auf ihrem Speiseplan standen seltener Früchte, Nüsse, Fisch, Gemüse und Olivenöl. Ebenfalls charakteristisch für jene Gruppe war das Rauchen und eine Arbeitswoche über 45 Stunden. Nach im Mittel sechs Monaten Beobachtung hatten 493 eine Depression entwickelt. Je mehr Fast Food die Probanden verzehrten, desto größer auch das Risiko von Depressionen.

Die Konsequenz für die Wissenschaftler: „Die Einnahme dieser Art von Nahrung sollte aufgrund seiner Auswirkungen auf die Gesundheit (Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und das psychische Wohlbefinden gesteuert werden“, zitiert Science Daily Almudena Sánchez-Villegas, einen der leitenden Forscher. Allerdings müsse der Zusammenhang zwischen Fast Food und Depressionen noch weiter erforscht werden.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Kurkuma effektiv bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden könnte. Das Ingwergewächs ist nach Ansicht indischer Forscher sogar einigen der gängigsten Antidepressiva vorzuziehen. Denn drastische Nebenwirkungen gibt es nicht. Weitere Untersuchungen stehen aber noch aus (mehr hier).

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*