3D-Genuss für Zuhause: MIT-Studenten bauen Eiscreme-Drucker

Drei Studenten am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben im Rahmen einer Semesterarbeit eine neuartige Form der Eis-Produktion entwickelt. Das Forscher-Trio stellte den ersten 3D-Drucker für Eiscreme her. Noch haben sie daraus keine Geschäftsidee gemacht. Im Trend liegen sie damit aber allemal.

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Eis aus einer herkömmlichen Softeis-Maschine geht zwar wesentlich schneller, macht nach Ansicht der Nachwuchsforscher aber nur halb so viel Spaß. (Foto: Flickr/Soft Serve Ice Cream by stevendepolo CC BY 2.0)

Eis aus einer herkömmlichen Softeis-Maschine geht zwar wesentlich schneller, macht nach Ansicht der Nachwuchsforscher aber nur halb so viel Spaß. (Foto: Flickr/Soft Serve Ice Cream by stevendepolo CC BY 2.0)

Softeis aus dem 3D-Drucker, lautete die frostige Idee dreier US-amerikanischen Nachwuchs-Forscher, die sie während des vergangenen Frühjahrssemesters am MIT umsetzten. Im Rahmen eines Seminars für additive Fertigung verschlangen sie im Laufe einiger Monate aber nicht nur jede Menge Eis. Sie vereinten auf cleverem Weg Spaß und Wissenschaft.

Noch steckt die Arbeit der Drei in den Kinderschuhen. Obendrein dauert die Eis-Produktion deutlich länger, als mit einer herkömmlichen Softeis-Maschine. Doch die internationale Aufmerksamkeit ist ihnen schon jetzt gewiss. Den Studenten ist es gelungen, binnen zehn bis 15 Minuten beliebige eisige Formen aus der süßen Grundmasse zu drucken. Verwendet haben sie dazu einen umfunktionierten Solidoodle Drucker.

Ganz einfach war die Umsetzung nicht. Das Trio fand im Laufe vieler Versuche und nicht weniger Verkostungen heraus: Die Atmosphäre muss durchgängig kühl sein, damit das Eis während des Druckens auch tatsächlich in Form bleibt und nicht schon während des Drucks davon schwimmt.

Im Prinzip besteht ihre futuristisch anmutende Konstruktion daher aus drei Teilen: Ganz oben in der Produktionskette befindet sich eine Softeis-Maschine, wie sie in vielen Haushalten zu finden ist. Dazu kommt ein handelsüblicher Kühlschrank und schließlich der darin befindliche umgebaute 3D-Drucker. Das Eis wird am Ende auf eine Platte aufgebracht und mit Hilfe von flüssigem Stickstoff noch einmal auf Minus 200 Grad heruntergekühlt.

Die Intention hinter ihrem Eis-Drucker beschreiben sie wie folgt:

„Wir wollten unbedingt etwas Spaßiges mit der neuen Drucker-Technologie entwickeln, das uns die Aufmerksamkeit der Kinder garantiert“, zitiert sie das Technikportal Techcrunch. Die neue Technologie sei ihnen dabei genauso wichtig gewesen, wie das Interesse der jungen Generationen zu wecken, sich für Wissenschaft und Technik zu interessieren.

Pläne, ihren Prototyp zu vermarkten, haben die Drei bisher nicht. Doch Kyle Hounsell, Kristine Bunker, und David Donghyun Kim springen mit ihrer Erfindung auf einen aktuellen Trend auf. Denn: Der Einsatz von 3-D-Druckern in der Lebensmittelindustrie wird immer stärker forciert. Allein 2012 flossen so 350 Millionen Dollar in junge Start-Ups – 37 Prozent mehr als noch 2011, die sich mit diesem Thema befassen. Zu diesen jungen Unternehmen gehören unter anderem Hampton Creek Foods, Beyond Meat und Modern Meadow. Alle drei wollen bei der Herstellung ihrer Produkte auf die herkömmlichen Zutaten verzichten bzw. diese ersetzen. Dabei geht es um einen Ei-Ersatz, Hühnerstreifen, die wie echtes Hühnerfleisch schmecken und aussehen sowie Fleisch, dessen Eltern Stammzellen und 3-D-Drucker sind (mehr hier).

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