Formel für optimale Produktivität: Immer wieder Sprints mit kurzen Pausen

Die Auswertung einer speziellen Time-Tracking- und Produktivitäts-App hat ergeben: Die optimalsten Büro-Ergebnisse erzielt derjenige, der seinen Rhythmus wie ein Sportler gestaltet. Intensiven, kürzeren Arbeitsphasen folgen kleine, aber konsequente Pausen. Um wirklich erfolgreich zu sein, brauche es offenbar nicht einmal Überstunden.

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Acht Stunden sitzen und arbeiten - dafür sind weder Gehirn noch Körper geschaffen. (Foto: Flickr/ New office by Phil Whitehouse CC BY 2.0)

Acht Stunden sitzen und arbeiten – dafür sind weder Gehirn noch Körper geschaffen. (Foto: Flickr/ New office by Phil Whitehouse CC BY 2.0)

Eine Analyse der App DeskTime hat die Formel für optimale Produktivität zu Tage gefördert. Es stellte sich heraus: Die Top zehn Prozent der effektivsten App-User haben alle eines gemeinsam – sie nutzen ihre Pausen effektiv. Die produktivsten User unter ihnen arbeiteten für 52 Minuten und legten anschließend 17 Minuten Pause ein. Dann ging es mit neuem Elan weiter.

Diejenigen Arbeitnehmer mit der höchsten Produktivität arbeiteten auch nicht länger als acht Stunden pro Tag. Es stellte sich nämlich heraus, dass das Geheimnis um die Beibehaltung der höchsten Produktivität während eines ganzes Arbeitstages nicht darin liegt, länger zu arbeiten, sondern die Arbeit intelligenter und mit häufigen Pausen aufzuteilen. Das berichtet das Karriereportal The Muse, welches die Analyse durchgeführt hat.

Der Grund, warum die oberen zehn Prozent in einer vergleichsweise kurzen Arbeitszeit produktiver sind, als ihre Kollegen, liegt also in ihrer Organisation begründet: Die Arbeitszeit selbst wird von ihnen betrachtet wie ein Sprint. „Sie machen das Beste aus den 52 Minuten und arbeiten intensiv. Dann ruhen sie sich aus für den nächsten Lauf. Mit anderen Worten: Sie arbeiten auf ein Ziel hin“, so das Blatt weiter. Das sei arbeiten mit voller Hingabe. Während der 52 Minuten würden die Aufgaben ausgeführt, Dinge erledigt und Fortschritte gemacht. Die 17-minütige Pause sei dagegen tatsächlich ein echter Arbeitsstopp ohne Email oder Facebook.

Diese Art von Ruhezeit biete überraschende Vorteile, so die Autoren. Zunächst einmal wirke sich längeres arbeiten negativ auf das Niveau und das Engagement für eine bestimmte Aufgabe aus. Sich wiederholende Aufgaben würden zu kognitiver Langeweile führen. Und das wirke sich dann negativ auf die Ausführung aus. Acht Stunden Arbeit am Stück – dafür sei das menschliche Gehirn einfach nicht konzipiert. Nur durch das Einlegen von Pausen kann die Aufmerksamkeit zurückgewonnen werden. Gleiches gelte übrigens auch für den menschlichen Körper, der für derart langes Sitzen ebenfalls nicht gemacht sei. Studien hätten bereits gezeigt, dass mehrmaliges Aufstehen ebenfalls zur Steigerung der Produktivität beitrage.

Wie sehen also optimale Pausen aus? Ein erster Schritt besteht demnach darin, sich vollständig vom Computer und vom Smartphone zu entfernen. Im Büro können dann kleine Übungen eingelegt werden. Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder ein kurzer Plausch mit Kollegen ist angeraten. Allerdings dürfen sich die Themen hierbei nicht um die Arbeit drehen. Dazu gibt es einen gesunden Snack. Falls man doch am Rechner bleiben muss, lenken lustige Tier-Videos wunderbar ab. Am Feierabend funktioniert das allerdings nicht bei allen (mehr hier). Erscheinen 17 Minuten zuviel, genügen auch erst einmal fünf oder zehn. Schon das habe eine positive Wirkung, so die Autoren.

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