Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern leben gesünder

Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern haben eine überdurchschnittliche Gesundheit und ein harmonischeres Familienleben. Der Grund: Die Paare teilen die Kinderbetreuung und berufliche Verantwortung gerechter auf. Das wirkt sich positiv auf das Zusammenleben und somit die Gesundheit der Kleinen aus.

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Eine faire Aufteilung von Kinderbetreuung und Beruf innerhalb einer Familie führt zu einem ausgeglichenen Lebensstil. Davon profitieren auch Kinder. (Foto: Flickr/ Elmo by Jessica CC BY 2.0)

Eine faire Aufteilung von Kinderbetreuung und Beruf innerhalb einer Familie führt zu einem ausgeglichenen Lebensstil. Davon profitieren auch Kinder. (Foto: Flickr/ Elmo by Jessica CC BY 2.0)

Kinder gleichgeschlechtlicher Paare sind gesünder und glücklicher als jene aus traditionellen Familien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Melbourne. Die Forscher befragten 315 gleichgeschlechtliche Eltern, davon 80 Prozent Mütter und 18 Prozent Väter, mit insgesamt 500 Kindern.

Verglichen mit der allgemeinen australischen Bevölkerung erzielten die gleichgeschlechtlichen Paare durchschnittlich sechs Prozent mehr Punkte im Bereich Gesundheit und Wohlbefinden. Bei Eigenschaften wie Temperament, Stimmung, Verhalten, psychische Gesundheit und Selbstwertgefühl schnitten die Kinder gleich ab.

Forschungsleiter Simon Crouch sagte dem Guardian, dass die Studie eine Auswertung dessen sei, wie gut Familien miteinander auskommen. „Es scheint, dass Kinder innerhalb einer Familie mit gleichgeschlechtlichen Eltern gut miteinander zurechtkommen und das hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder.“ Jedoch müsse man außerdem eine Studie der Kinder im Erwachsenenalter durchführen, um eine unabhängige Einschätzung über die Erziehung geben zu können.

Bislang lässt sich aber sagen: Gleichgeschlechtliche Paare sind eher dazu bereit, Kinderbetreuung und Beruf fair aufzuteilen, als es bei heterosexuellen Eltern der Fall ist. Die Erziehung basiert mehr auf Fähigkeiten als auf klassischen Geschlechterrollen. Dies führt zu einem harmonischen Zusammenleben und somit zu gesünderen Kindern. Auf der anderen Seite bleibt die sexuelle Orientierung der Eltern jedoch eine ständige Herausforderung im alltäglichen Leben der Kinder.

„Desto mehr Stigmatisierung diese Familien erleben, desto größer ist der Einfluss auf das soziale und emotionale Wohlbefinden der Kinder“, so Crouch.

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