Ohne Steckdose: Smartphones können schon bald mit Bakterien aufgeladen werden

Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, Energie aus Bakterien in Erde und Schmutzwasser zu ziehen. Jetzt soll ein Gerät entwickelt werden, das den kostenlosen Strom speichern und absondern kann. Ein solcher Energiespeicher könnte besonders an Orten ohne Stromzugang nützlich sein.

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Noch muss ein Gerät entwickelt werden, das die Energie ins Smartphone transportiert. (Foto: Flickr7 iPod touch apps by Ian Lamont CC BY 2.0)

Noch muss ein Gerät entwickelt werden, das die Energie ins Smartphone transportiert. (Foto: Flickr7 iPod touch apps by Ian Lamont CC BY 2.0)

Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, wie man aus der im Schmutzwasser vorkommenden Bakterienart Geobacter Öko-Strom gewinnen kann. Die Technologie ermöglicht die kostenlose Erzeugung von Energie. Und das überall, wo es Schmutzwasser und Erde gibt.

Welches Prinzip dahinter steckt, erklärt Professor Abraham Esteve Nunez Caponata der italienischen Online-Zeitung Corriere:

„Bakterien werden verwendet, um die organischen Stoffe im Abwasser abzubauen. Das ist ein natürlicher Prozess. Durch die Oxidation des Materials werden gleichzeitig Elektronen freigesetzt. Das Gleiche passiert in unserem Magen, wenn wir Nahrung aufnehmen. Essen wir Pizza oder Caponata, nehmen wir Kraftstoffe in uns auf und wandeln diese um. So erzeugen wir Energie durch Elektronen, die Sauerstoffe binden.“

Das gleiche Prinzip der Energiegewinnung funktioniert auch mit Erde. Hier ist die Bakterienkultur ebenfalls vorhanden. Eine ähnliche Methoden der Dekontamination kann auch hier angewandt werden. Im Boden liegt also eine Menge Energiepotenzial. Selbst von Diesel-und Atrazin verschmutze Areale ergaben gute Energiewerte.

Der Nachteil der kostenlosen Bakterienenergie ist jedoch die geringe Voltanzahl. Das Maximum liegt bisher bei 1,5 Volt.

„Das ist nicht viel, aber genug, um die Batterien aufzuladen. Außerdem besteht ein sauberer und ständiger Energiezugang und das 24 Stunden“, so Forschungsleiter Esteve.

Nun muss nur noch ein Gerät entwickelt werden, das die Energie aus dem Erdboden und Abwasser auf technische Geräte wie Smartphones übertragen kann.

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