Südkorea fordert Rückgaberecht für Apps

Südkoreas Kommission für fairen Handel zwingt Apple und Google ihre Nutzungbedingungen für Apps zu überarbeiten. Damit sollen App-Anbieter kundenfreundlicher werden. Die Regelung soll vorerst ausschließlich für Südkorea gelten. Apple zieht jedoch eine weltweite Anwendung in Erwägung.

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Südkorea wehrt sich gegen unfaire Verkaufspraktiken von App-Stores und fordert die Geschäftsbedingungen in Verträgen zu korrigieren. (Foto: Flickr/ iPod touch apps by Ian Lamont CC BY 2.0)

Südkorea wehrt sich gegen unfaire Verkaufspraktiken von App-Stores und fordert die Geschäftsbedingungen in Verträgen zu korrigieren. (Foto: Flickr/ iPod touch apps by Ian Lamont CC BY 2.0)

Die südkoreanische Kartellbehörde hat Apple und Google aufgefordert, ihre Rückerstattungspolitik für Apps verbraucherfreundlicher zu gestalten. Die Verbraucher sollen Erstattungen für iOS-und Android-Apps bekommen. Die bisherigen Nutzungbedingungen gelten laut Verbraucherschützern als zu streng.

Die Entscheidung des Kartellamts zur Korrektur bestehender Geschäftsbedingungen von App-Stores im Inland soll Anstoß geben, auch gegen unlautere Geschäftspraktiken im Ausland vorzugehen.

„Wir erwarten, dass die Maßnahme zum Schutz der Verbraucher einen weltweiten Dominoeffekt auf ähnliche Fälle haben wird“, zitiert die Tageszeitung Korea Herald die südkoreanische Kartellbehörde.

So soll Google die Option zur Rückerstattung einführen und verhindern, dass Kunden nach Ende einer kostenlosen Testphase für Apps automatisch zur Kasse gebeten werden. Apple hingegen soll künftig seine Kunden über Vertragsveränderungen informieren und die Erstattungsrichtlinien für In-App-Käufe sichtlich erhöhen.

Die Frage der Erstattungen ist besonders heikel, wenn die App-Käufe versehentlich von Kindern getätigt werden. Anfang des Jahres erhoben US-amerikanische Eltern eine Sammelklage gegen Google, weil ihre Kinder kostenlose Apps heruntergeladen haben, woraufhin dann aber doch eine Gebühr fällig wurde. Dies geschah ohne das Wissen oder die Genehmigung der Eltern. Angesichts der Klage hat Apple Änderungen an der App-Struktur eingeführt, um Minderjährige davon abzuhalten Schulden auf Kosten der Eltern anzuhäufen.

Bisher betrifft die Entscheidung ausschließlich Südkorea. Jedoch denkt Apple darüber nach, die Nutzungbedingungen global auszuweiten und international anzupassen. Google hingegen will sich lediglich auf Südkorea beschränken.

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