Smart-Home-Geräte übernehmen den Haushalt

Smart-Home-Geräte sollen mit Hilfe energieeffizienter und bequemer Technik massentauglich werden. Das Interesse an internetfähigen Haushaltsgeräten wächst weltweit. Die Anwendung war bisher aber kompliziert und aufwendig. Jetzt sollen neue Software-Technologien mehrere Geräte per App verbinden.

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Smart-Home-Geräte machen bequemes und energieeffizientes Wohnen möglich. (Foto: Flickr/ Day 230 by SuperFantastic CC BY 2.0)

Smart-Home-Geräte machen bequemes und energieeffizientes Wohnen möglich. (Foto: Flickr/ Day 230 by SuperFantastic CC BY 2.0)

Internetfähige Haushaltsgeräte sollen mit Hilfe neuer Technologie und sinkenden Preisen zu einem weltweiten Massengut werden. Das Problem bei Smart-Home-Produkten besteht bislang darin, dass jeder Hersteller einen anderen Kommunikationsweg nutzt. Daher lassen sich die verschiedenen Haushaltsgeräte nur mit spezifischen Apps steuern und selten miteinander verbinden. Bis heute konnte sich kein Kommunikations-Standard herauskristallisieren.

Das Startup Wink versucht diese Kommunikationslücke nun zu schließen. Das US-amerikanische Jungunternehmen bietet mit seiner Software-Technologie „Wink hub“ eine Lösung für die Vielzahl der unterschiedlichen Produkthersteller und Kommunikations-Standards. Die Wink hub ist ein Kommunikationsgerät, das Funktechnologien wie Bluetooth und Z-Wave oder Wi-Fi nutzen kann, um Smart-Home-Produkte zu bedienen. Wink-Produkte werden entweder mit einem Heim-Internet-Router oder über die Netzwerktechnik Hub verbunden.

Mit dem Smartphone- und der Tablet-App von Wink kann der Nutzer per Touchscreen unterschiedlichste Smart-Home-Geräte steuern. So kann mit einer Berührung beispielsweise das Licht in der Küche auch vom Keller aus eingeschaltet oder die Haustür abgeschlossen werden, während man bereits auf dem Weg zur Arbeit ist. Die mit dem System verbundenen Produkte sind beispielsweise Glühbirnen, Videokameras, Garagentore und Rasensprenger.

Eine Gruppe von Herstellern wie General Electric (GE) oder Philips sind von dem Technologieansatz überzeugt. Insgesamt 15 Unternehmen bieten mittlerweile fast 60 Wink-fähige Produkte an. Die US-amerikanische Baummarktkette Home Depot hat Wink als seinen Technologiepartner ausgewählt. Home Depot verkauft jetzt 600 Smart-Home-Produkte. Das sind sechs Mal so viele wie noch vor zwei Jahren.

„Wir wollten einen Partner, der es schafft, alle diese Produkte dazu zu bringen zusammen zu arbeiten. Offen gesagt waren Quirky und Wink die einzigen, die das tun konnten, zumindest bisher“, sagt der zuständige Manager der New York Times.

Quirky ist ein Start-up, das 4000 intelligente Produktideen in der Woche bearbeitet. Daraus werden drei Gewinner gewählt, dessen Ideen von der Produktion bis zur Vermarktung verwirklicht werden. Wink entstand aus der Zusammenarbeit an einer intelligenten Klimaanlage zwischen Quirky und G.E., die sich dem Haushaltsverbrauch individuell anpasst.

Mit Smart-Home-Produkten ist ein bequemer und kostengünstiger Energieverbrauch möglich. Jedoch sind die intelligenten Haushaltsgeräte in der Anschaffung kostspielig und in der Anwendung oft komplex.

Die Anwendung muss für den Verbraucher einfacher und schneller werden.
„In der Vergangenheit war es zu teuer und zu kompliziert, aber all das wird immer erschwinglicher und machbarer“, so Chris Klein, Vorsitzender des Start-up Rachio, das Software-gesteuerte Rasensprenger herstellt.

Quirky und Wink haben einen Weg gefunden, den Einstieg des großen Industrieunternehmens in den Smart-Home-Markt mit seinen Beleuchtungs- und Haushaltsgeräten zu beschleunigen, so Beth Comstock, Marketingvorstand der GE.

Die Nachfrage nach intelligenten Haushaltsgeräten nimmt zu. Die Google-Übernahme des Automatisierungsunternehmens Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar zu Anfang des Jahres ist ein vielversprechendes Zeichen dafür. Dem Forschungsunternehmen Parks Associates nach soll der Verkauf von führenden Haushaltsprodukten wie Videokameras oder Temperaturreglern bis 2018 von 1,4 Milliarden auf voraussichtlich 3,5 Milliarden US-Dollar steigen.

Auch Apple will eine Software als Kommunikations-Hilfsmittel auf den Markt bringen. Mit der HomeKit-Plattform sollen seine Smart-Home-Produkte kompatibel werden.

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