Glaube versetzt Berge: Studie weist Wirkung positiver Botschaften nach

Forscher in den USA haben belegt, dass allein der Glaube an unseren Intellekt diesen auch tatsächlich anregen kann. Werde einem Menschen gesagt, dass Erfolg durch harte Arbeit entstehe statt genetisch vorbestimmt zu sein, führe das tatsächlich zu einer Veränderung der Hirnmuster. Der positive Effekt: Jene, die besser sein wollen, würden das auf diese Weise sogar schaffen.

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Stimmt die Einstellung, passt auch der Lernerfolg. Ob positive Botschaften auch langfristig leistungssteigernd wirken, muss aber noch erforscht werden. (Foto: Flickr/ Create-Learning Team Building and Leadership by Michael Cardus CC BY 2.0)

Stimmt die Einstellung, passt auch der Lernerfolg. Ob positive Botschaften auch langfristig leistungssteigernd wirken, muss aber noch erforscht werden. (Foto: Flickr/ Create-Learning Team Building and Leadership by Michael Cardus CC BY 2.0)

Auf die Spur gekommen ist man dem wissenschaftlichen Beleg für Selbstmotivation an der Michigan State University. Dort hat sich der Psychologe Hans Schröder ausgiebig mit dem Thema befasst und festgestellt: Wenn man Menschen positive Botschaften mitgibt, die sie zum Lernen ermutigen und ihre Motivation steigern, könnte das in der Tat zu effizienteren Leistungen führen. Erkläre man ihnen jedoch, dass Intelligenz eine genetisch manifestierte Angelegenheit sei, wirke sich das entsprechend negativ aus.

Positive Verstärkung war bereits Gegenstand einer ganzen Reihe von Untersuchungen. Schröders Studie sei jedoch die erste, die psychologische Beweise liefere, dass der Glaube an sich selbst und nicht an die Gene tatsächlich das Selbstvertrauen, die eigenen Mühen und am Ende vielleicht sogar den Erfolg steigern könnte, so die Times Live.

Für seine Studie untersuchte Schröder insgesamt 44 Probanden. Diese wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt. Dann wurden die Teilnehmer gebeten, jeweils einen von zwei Artikeln zu lesen. Die Botschaften: Intelligenz sei entweder genetisch oder aber in einem herausfordernden Umfeld trainierbar. Anschließend absolvierten die Teilnehmer unter EEG-Überwachung einige einfache Tests. Veröffentlicht wurden seine Ergebnisse im Fachblatt Biological Psychology.

Die EEG-Messwerte der Gehirnwellen gaben dem Doktoranden der klinischen Psychologie Aufschluss darüber, wie viel Aufmerksamkeit die Teilnehmer jeweils auf die gemachten Fehler während des Tests legten. „Man kann seinen Fehlern Beachtung schenken. Doch das bedeutet nicht zwangsläufig, dass man daraus dann auch etwas lernt“, so Schröder. Entsprechend fielen auch die Ergebnisse seiner beiden Gruppen aus. Jene, denen vorher eingetrichtert wurde, dass Intelligenz etwas genetisches sein, achteten zwar auf ihre Fehler. Allerdings zogen sie daraus keine weiteren Schlüsse. Die Kontrollgruppe, die zuvor einen Artikel über einen trainierbaren Geist gelesen hatte, verhielt sich anders. Hier zeigten die EEG-Werte ein effizienteres Gehirnverhalten, nachdem die Fehler gemacht wurden. Das deutete darauf hin, dass die Probanden in der Tat glaubten, dass sie ihre Leistung verbessern könnten.

Schröder zufolge gelte es nun mittels weiterer Untersuchungen herauszufinden, wie sich solche Botschaften langfristig auswirken. Die Hoffnung: Vielleicht ließen sich so neue Methoden für besseres Lernen entwickeln.

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