Tabby: Ein kollektives Fahrzeug zum Selberbauen

Ein italienisches Unternehmen hat ein Elektro-Auto-Kit für zuhause entwickelt. Tabby Urban ist ein Fahrzeug, das von den Kunden designt und selbst in einer Stunde zusammengebaut werden kann. Das Kollektivgut kann online von jedermann weiter entwickelt und ausgebaut werden.

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Ein vollwertiges Auto ist der Tabby nicht. Seine Erscheinung erinnert er an die eines Go-Karts wie auf dem Bild. (Foto: Flickr/ by Jack Gordon CC BY 2.0)

Ein vollwertiges Auto ist der Tabby nicht. Seine Erscheinung erinnert er an die eines Go-Karts wie auf dem Bild. (Foto: Flickr/ by Jack Gordon CC BY 2.0)

Das italienische Kleinunternehmen OSVehicle hat ein Fahrzeug entwickelt, das vom Kunden designt und innerhalb einer Stunde selbst zusammengebaut werden kann. Hat sich der Interessent für ein Autokonstrukt entschieden, wird das OSV-Bauset an diesen ausgeliefert. Der Aufbau der Teile erfolgt dann ganz einfach nach Gebrauchsanweisung.

Die Make-it-Yourself-Idee könnte die Autoindustrie umkrempeln. Denn der Tabby bietet eine personifizierte Alternative zur Massenproduktion von Fahrzeugen.

Eine vollwertige Alternative zu Autos aus der Großproduktion ist er allerdings nicht. Das Fahrzeug gleicht eher einem Grundgestell, das vom Kunden nach Belieben weiter ausgebaut werden kann. So kann dieser zum Beispiel zwischen einem Zwei- oder Viersitzgestell wählen. Als Motor stehen ein Elektro- und ein Verbrennungsaggregat zur Auswahl. Nur ein Dach und eine Autoverkleidung gibt es nicht. Optisch ist der Tabby daher eher mit einem Go-Kart vergleichbar. Richtig zusammengebaut soll das Fahrgestell aber straßentauglich sein.

Der „Urban Tabby“, ein zusammengestelltes Zweisitzer-Kit, bringt es immerhin auf 75 Kilometer pro Stunde. Schon zum Ende des Jahres ist er ab 6000 Euro zu haben.

Der Tabby ist ein Open-Source-Projekt und daher für jedermann online zugänglich. Das Fahrzeug kann also kontinuierlich von seinen Nutzern weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Jeder kann sein eigenes Fahrzeug herstellen. Aber wir werden erst erfolgreich sein, wenn es eine weltweite Community gibt, die Elektro-und Hybridfahrzeuge nach den Bedürfnissen ihres eigenen Landes herstellt“, sagt Carlo de Micheli Mitbegründer von OSVehicle dem Magazin Wired.

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