Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages

Der Tag

22.08.14
Eine Schluckimpfung muss häufiger wiederholt werden. Eine Kombination mit der Spritze scheint wesentlich effektiver. (Foto: Flickr/ POLIO IMMUNIZATION IN LUCKNOW by RIBI Image Library CC BY 2.0)

Kinderlähmung: Doppelte Impfung könnte Krankheit schneller ausrotten

Ein indisches Forscherteam hat offenbar eine Möglichkeit entdeckt, die Menschheit endgültig von der gefährlichen Kinderlähmung zu befreien. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine doppelte Impfung wesentlich wirkungsvoller ist, als der Einsatz einzelner Varianten. Zuletzt sorgte Polio wieder für Angst und Schrecken in zahlreichen Staaten, darunter auch im kriegsgebeutelten Syrien.

Eine Meta-Studie hat jetzt bestätigt: Bio-Produkte enthalten signifikant mehr Inhaltsstoffe, deren positive Wirkung auf die Gesundheit von Mensch und Tier bekannt ist. (Foto: Flickr/ Farm pictorial by Rosewoman CC BY 2.0)

Zuwachs beim ökologischen Anbau: Deutschlands Bauern vergrößern Fläche für Bio-Erzeugnisse

Der ökologische Landbau ist im Jahr 2013 erneut gewachsen. 1.060.669 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, also 6,4 Prozent der gesamten deutschen Anbauflächen, wurden entsprechend bewirtschaftet. In der Krise steckt diese Art der Lebensmittelerzeugung dennoch.

21.08.14
Die MMT-Technologie hilft dabei, ohne jegliche Anstrengung oder musikalisches Talent, das Klavier spielen zu erlernen. (Foto: Flickr/ Blurred piano playing (B&W) by Chris Mear CC BY 2.0)

Passiver Unterricht: Handschuh lehrt Klavierspiel durch Vibration

Ein Handschuh namens Mobile Music Touch soll helfen, quasi mühelos das Klavierspiel zu erlernen. Der Unterricht geschieht unterbewusst durch Vibration. Die neue Technologie könnte auch für blinde oder querschnittsgelähmte Menschen nützlich sein.

Schlafen, solange man will: Vielen Senioren gelingt daas nicht mehr. (Foto: Flickr/ Man sleeping on chairs by Timothy Krause CC BY 2.0)

Schlaflos im Alter: Gehirn verliert Fähigkeit abzuschalten

Wissenschaftler aus den USA und Israel sind dem Phänomen der Schlaflosigkeit bei Senioren auf die Spur gekommen. Verantwortlich für die ungewollten Wachzustände sind offenbar bestimmte Neuronen im Gehirn. Diese verschwinden mit zunehmendem Alter und führen so zu unruhigem Schlaf. Der biologische Schlafschalter funktioniert nicht mehr.

20.08.14
Welche Folgen die Greenpeace-Ergebnisse für die Tee-Trinker haben könnten, scheint nicht absehbar. (Foto: Flickr7 Day 286 / 365 - Tea Pot by Jason Rogers CC BY 2.0)

Untersuchung: Greenpeace weist gefährliche Giftcocktails in indischen Tees nach

Eine aktuelle Untersuchung von Greenpeace India hat gezeigt: Hiesige Tees sind offenbar massiv mit Giftstoffen belastet. Über ein ganzes Jahr hinweg wurden Stichproben genommen und auf verschiedene Pestizide hin getestet. In mehr als 90 Prozent der geprüften Produkte fanden sich Chemikalien. Teils wurden regelrechte Giftcocktails mit nicht zugelassenen Stoffen entdeckt.

Damit Inhalte nicht vollständig verschwinden, sollten bestimmte Texte lieber in gedruckter Form gelesen werden. (Foto: Flickr/ reading water by Peter Werkman (www.peterwerkman.nl) CC BY 2.0)

Zurück zum Papier: Leser von E-Büchern können weniger behalten

Forscher aus Norwegen und Frankreich haben herausgefunden, dass digital gelesene Inhalte nicht so gut im Gedächtnis haften bleiben wie gedruckte. Als Ursache vermuten die Wissenschaftler die abstrakte Leserfahrung via Bildschirm, die sich grundlegend von Büchern unterscheidet.

19.08.14

Made in India: Intelligentes Schuhwerk ist direkt mit dem Smartphone verbunden

Ein indisches Unternehmen hat Schuhe entwickelt, die mitdenken. Via Bluetooth sind sie direkt mit dem eigenen Smartphone verbunden und können so nicht nur Kalorien oder Schritte zählen, sondern auch als Navigationssystem fungieren. Die intelligenten Sohlen sind eine nützliche Hilfe für Sportler, Wanderer und Reisende, aber vor allem eine echte Unterstützung für Sehbehinderte.

Geht es nach britischen Forschern, gehören schmerzhafte Prozeduren beim Zahnarzt bald der Vergangenheit an. (Foto: Flickr/ dentist by ^@^ina (Irina Patrascu) CC BY 2.0)

Selbstheilungskräfte: Zahnärzte sollen künftig ohne Bohrer auskommen

Britische Forscher haben eine schmerzfreie Art der Zahn-Behandlung bei Karies entwickelt. Statt wie sonst üblich, auf Spritze, Bohrer und Füllung zurückzugreifen, setzen sie auf eine sanfte Therapie durch Remineralisierung. Die Aussicht auf eine Selbstheilung des Zahnes dürfte vor allem Angst-Patienten neuen Mut machen.

18.08.14

Harvard-Experiment: Über 1000 Roboter agieren als selbständiger Schwarm

Forschern an der renommierten Harvard University ist das bislang größte Schwarm-Experiment mit Robotern weltweit gelungen. Die Wissenschaftler brachten insgesamt 1024 Mini-Roborter dazu, sich ohne äußeres Zutun in verschiedenen Formationen anzuordnen. Anwendung finden könnte die zu Grunde liegende Technologie künftig in der Automobilbranche oder bei Naturkatastrophen.

Smartphone-User sind offenbar eher konservativ. Gefällt eine App, besteht kaum eine Veranlassung, sich weiter umzusehen. (Foto: Flickr/ 09_2013_47 by Highways Agency CC BY 2.0)

Hype vorbei: Smartphone-Besitzer wollen keine neuen Apps

Der Markt für mobile Anwendungssoftware hat offenbar seinen Zenit überschritten. Eine internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat ermittelt, dass fast ein Drittel der britischen Smartphone-Besitzer in einem durchschnittlichen Monat keine Apps heruntergeladen haben. Wer nicht zu den Top-Anbietern gehört, kann in dieser Branche nichts mehr verdienen.

15.08.14
Geht es nach Oxitec, soll sich die Mittelmeerfruchtfliege mittels Gentechnik selbst ausrotten. (Foto: Flickr/ k7026-19 by U.S. Department of Agriculture CC BY 2.0)

Fruchtfliegen-Plage: Gentechnik soll Population eindämmen

Britische Wissenschaftler haben eine vermeintlich kostengünstige, effiziente und umweltfreundliche Methode gefunden, um die weltweite Fruchtfliegenplage zu bekämpfen. Die Forscher fanden heraus, dass sie mit Hilfe genetisch veränderter Tiere für ausschließlich männliche Nachkommen sorgen können. Mit dieser Methode wäre es möglich, die Anzahl der Fruchtfliegen in relativ kurzer Zeit deutlich zu verringern. Ganz unumstritten sind solche Maßnahmen allerdings nicht. Open-Field-Tests wurden bislang noch nicht durchgeführt.

Sicherheit und Komfort: Intelligente Fahrräder unterstützen Biker im Straßenverkehr

Blinker, Licht und Bremse reichen schon lange nicht mehr aus, um Fahrrad-Freunde zu begeistern. In einem US-Wettbewerb haben sich deshalb fünf Teams mit ihrer Zukunftsvision eines City-Bikes befasst. Dabei heraus kamen Prototypen, die mit viel Technik und kreativen Ideen sowohl Sicherheit als auch Komfort im Straßenverkehr erhöhen wollen.

14.08.14
Noch muss ein Gerät entwickelt werden, das die Energie ins Smartphone transportiert. (Foto: Flickr7 iPod touch apps by Ian Lamont CC BY 2.0)

Ohne Steckdose: Smartphones können schon bald mit Bakterien aufgeladen werden

Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, Energie aus Bakterien in Erde und Schmutzwasser zu ziehen. Jetzt soll ein Gerät entwickelt werden, das den kostenlosen Strom speichern und absondern kann. Ein solcher Energiespeicher könnte besonders an Orten ohne Stromzugang nützlich sein.

13.08.14

Bionische Netzhaut soll Sehvermögen wieder herstellen

Ein israelisches Biotech-Unternehmen will Sehbehinderten zu mehr Lebensqualität verhelfen. Die Fachleute haben eine bionische Netzhaut in Nanogröße entwickelt, die das Sehen zumindest teilweise wieder ermöglicht. Noch befindet sich die neue Netzhautprothese jedoch in der Testphase.

Die Forscher machten das Rauchen als größten Risikofaktor aus. (Foto: Flickr/ smoking by francois karm CC BY 2.0)

Ausschaltung von Risikofaktoren: Veränderter Lebensstil bringt bis zu 17 zusätzliche Jahre

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben errechnet, wie viel Lebenszeit ein Mensch durch bestimmte Verhaltensweisen durchschnittlich einbüßt. Sie stellten fest: Der Verzicht von Alkohol und Zigaretten sowie ein geringer Fleischkonsum bringen statistisch betrachtet bis zu 17 weitere Jahre. Entscheidend dabei ist jedoch die innere Einstellung.

12.08.14
Das intensive Kauen bewirkt gleich mehrere positive Prozesse. Welche Menge jedoch optimal ist, darüber scheiden sich die Geister. (Foto: Flickr/ Eating. by Britt Selvitelle CC BY 2.0)

Kauen für die Waage: 100 Bissen täglich sollen Gewichtsverlust vorantreiben

US-Forscher haben jetzt die vermeintlich optimale Anzahl an Bissen ermittelt, die sowohl der Gewichtsreduktion als auch der Gesundheit am förderlichsten sein soll. Sie empfehlen 100 Mal kauen pro Tag. Die Geschäftswelt hat solche Ratschläge bereits für sich entdeckt und wirft entsprechende Produkte auf den Markt.

Hoher Kaffeekonsum ist ein zweischneidiges Schwert. Die Vor- und Nachteile müssen individuell abgewogen werden. (Foto: Flickr/ cup_cup_cup by Marina CC BY 2.0)

Tinnitus-Prävention: Frauen profitieren von erhöhtem Kaffee-Konsum

Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass mehrere Tassen Kaffee pro Tag offenbar die Entwicklung eines Tinnitus bei Frauen verhindern könnten. Noch sind die Wissenschaftler dem Phänomen nicht vollständig auf die Spur gekommen. Bekannt ist aber bereits, dass das Koffein in der Tat eine direkte Wirkung auf das Innenohr hat.

11.08.14
Eine faire Aufteilung von Kinderbetreuung und Beruf innerhalb einer Familie führt zu einem ausgeglichenen Lebensstil. Davon profitieren auch Kinder. (Foto: Flickr/ Elmo by Jessica CC BY 2.0)

Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern leben gesünder

Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern haben eine überdurchschnittliche Gesundheit und ein harmonischeres Familienleben. Der Grund: Die Paare teilen die Kinderbetreuung und berufliche Verantwortung gerechter auf. Das wirkt sich positiv auf das Zusammenleben und somit die Gesundheit der Kleinen aus.

Noch sind die Zusammenhänge zwischen Fitness und Depression nicht abschließend geklärt. Zuträglich scheint Sport dem mentalen Befinden aber auf jeden Fall. (Foto: Flickr/ Golden girl by Ernst Moeksis CC BY 2.0)

Studie: Körperliche Fitness kann Teenager vor Depressionen schützen

Wer den Körper in jungen Jahren fit hält, kann so offenbar dazu beitragen, Depressionen vorzubeugen. US-Forscher haben in einer Studie unter mehreren Hundert Sechstklässlern herausgefunden, dass sich die körperliche Fitness positiv auf das spätere mentale Befinden der Teenager auswirkt. Vor allem bei Mädchen sei der Effekt deutlich beobachtbar gewesen.

08.08.14
Ein Essen außerhalb geht im Schnitt mit 200 zusätzlichen Kalorien einher. (Foto: Flickr/ Bonfini Restaurant by bloomsburys CC BY 2.0)

Gesunde Ernährung: Restaurant genauso schlecht wie Imbissbude

US-Wissenschaftler räumen jetzt mit einem fatalen Trugschluss auf. Wer zum Essen in ein Restaurant geht, ernährt sich nicht zwangsläufig gesünder als Fast-Food-Fans. In ihrer großangelegten Studie wiesen sie nach, dass in beiden Fällen die Kalorienzufuhr deutlich höher als bei Mahlzeiten zuhause ist. Für die Forscher ergibt sich daraus nur ein Schluss: Die Menschen müssen lernen, auch auswärts gesündere Entscheidungen zu treffen.